Die Schweizer Bruno Risi und Franco Marvulli (SUI) gewinnen nach langem unerbitterlichem Kampf ihr Heimrennen Zürich indem sie sich acht Runden vor Schluss die fehlenden Verlustrunde zurückeroberten.
Der Kampf der beiden Schweizer hat 50 Runden vor Schluss des 300-Runden-Schluss-Américains schon fast verloren ausgesehen. Die damals in Führung liegenden Iljo Keisse (BE) und Robert Bartko (GER) hatten mit den drittplatzierten Danny Stam (NED) und Michael Morkov (DEN) jede Attacke der beiden Schweizer fast problemlos abwehren können indem sie gut miteinander arbeiteten. 25 vor Schluss wollten jedoch Danny Stam und Michael Morkov ihre letzte Chance wahrnehmen und versuchten alleine einen Rundengewinn zu erzielen, was dann für sie den Sieg des Zürcher 6-Tagerennens bedeutet hätte. Risi und Marvulli waren kurz zuvor von ihrem Ausreisversuch gestellt worden. Da damit vor allem Iljo Keisse und Robert Bartko ihren Sieg verloren hätten, mussten sie die Nachführarbeit übernehmen, während sich Risi und Marvulli in den hinteren Reihen aufhalten konnten. Keisse und Bartko gelang es dann auch 12 Runden vor Schluss Stam und Morkov wieder einzuholen, was dann zugleich die grosse letzte Chance von Risi und Marvulli bedeutete. Mit einem explosionsartigen, fulminanten letzten Vorstoss attackierten Risi und Marvulli unter tosendem Applaus der 4500 Zuschauer und Glocken der Urner-Fangemeinde nun ihrerseits Keisse/Bartko und konnten den entscheidenden Rundengewinn innert nur fünf Runden realisieren. Ein Dramatik die ihresgleichen sucht.
Bruno Risi zeigte, warum er bereits seinen 51. Sixday-Sieg errungen hatte - einfach echt stark.
Ein völlig ausgepumpter Franco Marvulli nach der Zieldurchfahrt: "Vier Nächte haben wir darauf gewartet, dass die andern einen Fehler machen." Und mit breitem Lachen und ebensolchem Züridütsch, sagte er dann unverblümt, wie sich so ein Sieg kaum einen Kilometer von seinem Wohnort entfernt, anfühlt: "Es isch einfach geil!"
Fazit nach 6 Nächten mit 25'500 Zuschauern: Der Sport steht bei den 6-Tagerennen der neuen Fahrer-Generation wieder im Mittelpunkt. Und wie es um die Zukunft des Zürcher Rennens aussieht, darüber liessen die Veranstalter Max Hürzeler und Urs Freuler keinen Zweifel aufkommen: "Weiter geht die wilde Fahrt! Auf Wiedersehen Ende 2008 im Hallenstadion Zürich." Resultate weitere Bilder


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